Inferenz
Signifikanz & Wahrheit
12 Min.
Lernziele
- •Sie verstehen, warum ein signifikantes Ergebnis nicht gleich ein wahres Ergebnis ist.
- •Sie können PPV und FDR aus Vorwahrscheinlichkeit, α und Power ableiten.
- •Sie können den Einfluss von Power und p-Hacking auf die Glaubwürdigkeit publizierter Befunde erklären.
Positiver prädiktiver Wert (PPV)
85.0 %
Anteil echter Effekte unter allen signifikanten Befunden
False Discovery Rate (FDR)
15.0 %
Anteil falsch-positiver Befunde unter allen signifikanten
True Positives
410
signifikant & H₁ wahr
False Positives
73
signifikant, aber H₀ wahr
False Negatives
90
n.s., aber H₁ wahr
True Negatives
427
n.s. & H₀ wahr
True Positive — signifikant, H₁ wahrFalse Positive — signifikant, H₀ wahrFalse Negative — n.s., H₁ wahrTrue Negative — n.s., H₀ wahr
Von diesen sind410 echt positiv73 falsch positiv→ PPV = 85.0 %
Unter den gewählten Annahmen sind 85.0 % der signifikanten Befunde tatsächlich echt (PPV) – die übrigen 15.0 % sind falsch-positiv (FDR).
Formel (Ioannidis 2005): PPV = (p · Power + u · p · (1 − Power)) / (p · Power + u · p · (1 − Power) + (1 − p) · α + u · (1 − p) · (1 − α)). p = P(H₁), u = Bias-/p-Hacking-Anteil.