Statistik Interaktiv

Inferenz

Effektstärken verstehen

12 Min.
Lernziele
  • Sie können d, r, g, OR und CLES ineinander umrechnen und ihre Grenzen nennen.
  • Sie können den Überlappungskoeffizient und P(X > Y) intuitiv interpretieren.
  • Sie können Cohen's Labels gegen die empirischen Benchmarks der Psychologie einordnen.
Cohen's d
0.50
mittel (Cohen 1988) · gross (Funder & Ozer 2019)
Überlappungskoeffizient (OVL)
80.3 %
Anteil der Fläche, den sich beide Dichten teilen. Bei d = 0 liegt OVL bei 100 %.
P(X > Y) – Common Language ES
63.8 %
Wahrscheinlichkeit, dass eine Zufallsperson aus Gruppe B höher liegt als eine aus Gruppe A (McGraw & Wong 1992)
Cohen's U₃
69.1 %
Prozent der Gruppe B, die über dem Median von Gruppe A liegen.
Cohen's U₁
33.0 %
Anteil der Gesamtheit, der nur zu einer der beiden Gruppen gehört (nicht im Überlapp).
Number Needed to Treat (NNT)
5.2
Wie viele Personen muss man behandeln, um eine zusätzliche über dem Median der Kontrolle zu haben? (Kraemer & Kupfer 2006)
So liest man das: Bei einem Effekt von d = 0.50 überlappen sich die beiden Verteilungen zu 80 %. Wenn man zufällig je eine Person aus beiden Gruppen zieht, ist die Person aus Gruppe B mit 64 % Wahrscheinlichkeit höher. Das ist ein mittlerer Unterschied – sichtbar, aber die Verteilungen überlappen noch deutlich.